Inbetriebnahme Funktionsgebäude 26.09.2026
Es ist soweit:“ Das Funktionsgebäude des TVF wird in Betrieb genommen“ 26.September 2026
Symbol für Fußball, Sportsgeist, Gemeinsinn
Bilder und Betricht in der WLZ Peter Fritschi
Lokales 29. September 2026
Symbol für Fußball, Sportsgeist, Gemeinsinn
TV Friedrichstein nimmt neues Funktionsgebäude in Betrieb mit etwas HeloponteInterieur
PETER FRITSCHI
Altwildungen – Die Wildunger Fußballvereine haben 2017 mit Hilfe der Stadt und
mit dem TVFriedrichstein als Speerspitze ein neues Kapitel für ihren Sport aufge‐
schlagen. Damals ging der Altwildunger Kunstrasenplatz in Betrieb. Seit dem Wo‐
chenende ist dieses neue Kapitel fertiggeschrieben. Nach knapp zweieinhalb Jah‐
ren Bauzeit und 4200 Stunden ehrenamtlicher Eigenleistung eröffnete der TV
Friedrichstein das neue Funktionsgebäude auf der Sportanlage mit Kabinen, Be‐
sprechungsraum und mehr.
„Man kann sagen: „Hier steht ein Gebäude. Aber für uns ist es mehr“, betonte Vor‐
stand Bernd Süring: „Es erzählt eine Geschichte – von der Idee, von Gesprächen,
von Überzeugungsarbeit, politischen Entscheidungen, Förderanträgen, Rückschlä‐
gen und zusätzlichen Kosten. Und von Menschen, die sich nicht entmutigen ließen
und gesagt haben: Wir machen weiter.“
Der Kunstrasenplatz ersetzte 2017 den alten, kaum noch bespielbaren Ausweichra‐
sen. Er ermöglichte erstmals in Bad Wildungen einen nahezu wetterunabhängi‐
gen, verlässlichen Trainings- und Spielbetrieb. Nicht nur der TVFriedrichstein,
sondern auch viele Nachbarvereine nutzen den Platz: sieben Tage die Woche, vom
frühen Nachmittag bis in die Abendstunden.
Die in die Jahre gekommenen Kabinen und Duschräume des TVam Rasenplatz bo‐
ten für diese vereinsübergreifende Dimension keinen passenden Rahmen mehr. So
entstanden 2021 im TVFriedrichstein erste Skizzen, unterstützt von der Stadt Bad
Wildungen. Denn im Vorstand war schnell klar: Ein Neubau wäre nur mit städti‐
scher Hilfe möglich. Die Kostenschätzungen lagen früh über der Schwelle von
500.000 Euro.
In vielen Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen leistete der TV Überzeu‐
gungsarbeit. Die Stadtverordnetenversammlung stellte einstimmig in den Haus‐
halten 2022 und 2023 die 500.000 Euro bereit. Weitere Fördermittel gewährten
Land, Landkreis und Landessportbund. Die Förderquote im Landesinvestitions‐
programm wurde aus Mitteln des Sondervermögens „Sport“ von 20 auf 35 Prozent
erhöht.
Carsten Habermann vom Sportamt des Landkreises betonte: „Das Land erkennt an,
dass moderne Infrastruktur Geld kostet – und dass Vereine bei großen nachhalti‐
gen Investitionen Unterstützung brauchen.“ Der TVFriedrichstein biete rund 220
Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimat.
„In einer Zeit, in der das Ehrenamt rückläufig ist und oft die Frage kommt: Was be‐
komme ich dafür?, sprechen über 4.000 Stunden Eigenleistung eine eigene Spra‐
che“, sagte Michael Neuhaus, Abteilungsleiter Fußball. Der harte Kern der Freiwil‐
ligen bestand aus rund 15 Personen, die über Monate hinweg verlässlich zur Stelle
waren – nach Feierabend, am Wochenende, bei Regen, Wind und gelegentlich der
dazugehörigen Portion an Bauplatz-Humor.
Der Verein entschied sich früh für eine Photovoltaikanlage mit Speicher, die das
Budget um weitere 51.000 Euro erhöhte und aus einem Landesprogramm gefördert
wurde. Das Gebäude erhielt eine wärmedämmende Isolierung und moderne tech‐
nische Ausstattung.
Bürgermeister Ralf Gutheil würdigte das Gemeinschaftswerk: „Ein zukunftswei‐
sendes Projekt, das weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Ich hoffe, dass auch
nachfolgende Generationen diese Leistung würdigen werden.“
Auch wenn einzelne Arbeiten – etwa an der Fassade – noch ausstehen, ist das Funk‐
tionsgebäude in Betrieb. Es bietet moderne Sanitäranlagen, ausreichend Raum für
Organisation und Betreuung sowie eine Infrastruktur, die dem stark frequentierten
Kunstrasenplatz gerecht wird.Vorstand Hans-Jürgen Kramer führte die Gäste
durch die neuen Räume: Toilettenanlagen, getrennte Umkleiden für Gäste und
Heimteam, Schiedsrichterräume, Aufenthalts- und Besprechungsraum,VIP-Ter‐
rasse, automatisierte Duschen, Handyladestationen und einen Büfettbereich für
Gäste. Interieur aus dem abgerissenen Heloponte, wie ein Spiegel, wurde fachge‐
recht aufbereitet und integriert – ein Stück Bad Wildunger Geschichte, das
weiterlebt.
https://tvfriedrichstein.de/wp-content/uploads/2026/10/ArtikelP.-Fritschi.pdf


















